Übersichtskarte

Raus aus dem Hostel und rein ins Vergnuegen

Freitag, 19.06.2015

Nach wenigen Tagen Doorknocking bin ich mit der anderen Deutschen bei Sean und seiner Freundin in die Wohnung eingezogen, wir teilten uns ein Bett im Gaestezimmer und hatten ein eigenes Badezimmer. Die Wohnung war mega modern, im 10. Stock dh. ich hatte beim Fruehstueck einen Riesenausblick ueber Townsville und konnte sogar das Meer sehen- suuuper. Ansonsten war alles sauber und ordentlich, ich konnte duschen wann ich wollte und hatte bis auf Merle keinen anderen Backpacker um mich rum- herrlich!

Am Samstag nach meinem letzten Arbeitstag gab es eine Riesenparty mit allen Mitarbeitern von Sean aus Darwin, Mackay und Townsville. Des war so witzig, schon nach kurzer Zeit gab es eine Beschwerde von der Nachbarin. Diese wurde dann kurzerhand von Sean auch noch eingeladen und abgefuellt. Zum Abendessen gab's Gegrilltes und dann haben sich zwei noch n Tanzbattle geliefert- das war einfach nur genial. Spaeter sassen wir noch am Pool, haben uns Fischstaebchen gemacht und um 6 morgens durften Merle und ich dann erstmal unsere Bettwaesche wechseln, weil da welche Spass drin hatten. Genauer gehe ich gar nicht drauf ein. Wir waren auf jeden Fall megapissig, weil als Backpacker hat man nix, aber zumindest ein eigenes Bett. Und die sind so frech und treiben s da einfach drin (eklig!). Des is in dem Moment einfach unser Zimmer mit unseren Kleidern, Wertsachen und unser Bett- Privatsphaere kennen die wohl nicht und ich fand die ganze Sache einfach nur respektlos.

Trotzdem war der Abend total gelungen, habe viele neue Australier kennengelernt und es ist bis auf die Bettgeschichte ne tolle Erinnerung.

 

Fuer mich hiess es endgueltig Abschied nehmen von Townsville und gleichzeitig auch den letzten Teil meiner Australienreise antreten: Auf zur Pferdefarm!

Davon trennten mich nur noch 23 Stunden Busfahrt- klingt das nicht verlockend?! Neiiiin.

Ich war froh, den scheiss Doorknockingjob endlich hinter mir zu lassen und freute mich auf neue Erfahrungen als Woofie und konnte es kaum erwarten, wieder zu reiten. Ich freute mich auch auf Elke und Edgar, denn die beide hatte ich ja bereits schon in Noosa damals getroffen und die machten einen ziemlich netten Eindruck. Auch beruhigend, da ich schon wusste, mit wem ich die letzten 2-3 Monate verbringen werde.

Nach der langen Fahrt wurde ich von Edgar abgeholt in einem schwarzen schicken Jeep und fuhren zu meinem neuen Zuhause. Die Landschaft einfach traumhaft, fast wie's Allgaeu. Berge, alles gruen, Wald, Kuehe. Nachbarschaft gab's kaum und dene ihr Haus: einfach riesig, mit einer Riesenpalme davor. Zuerst zeigte er mir mein Zimmer, des am Haus angebaut war und ich war begeistert. Riesiges Bett, Kueche, Esstisch, Schrank und einges Badezimmer. Des war nicht mein eigenes Zimmer- des war meine eigene Wohnung! Ich war total aus dem Haeuschen- so ein Luxus hatte ich definitv nicht erwartet. Nach der restlichen Hausfuehrung war ich fest davon ueberzeugt, dass des ne richtig tolle Zeit wird. Die hatten nen Pool im Garten, nen suessen kleinen Hund und ne megaflauschige Katze!

Erstmal gab's Kaffee und Kuchen mit Freunden von den beiden, die auch vor ein paar Jahren ausgewandert sind. Dann ging ich mit Elke runter zu den 10 Pferden, 6 gehoerten ihr. Sie gab denen erstmal ne Runde Wurmkur, das dabei Zuschauen war besser wie jeder Film, denn die armen Tiere wollten den Dreck einfach nicht essen und machten dementsprechend Probleme. Mein Gedanke: Hoffentlich muss ich des mal nicht machen. Nach der Aktion gabs Futter und ich durfte den beiden Aeltesten eine Decke fuer die Nacht drauflegen- die sind total lieb und suess, eins davon ein Shetlandpony.

Zum Abendessen gab es Leberkaes und Kartoffelsalat- ich hab gedacht ich bin im Himmel. Waehrend Edgar kochte, bereiteten Kerstin (auch Woofie) und ich die Oliven und den Sekt vor, denn das gibt's jeden Tag. Nach 9 Monaten der erste Leberkaes war natuerlich super! Danach gab's erstmal nen Schnaps (richtig teuer) und Kerstin und ich bereiteten anschliessend die Erdbeeren vor.

 

 

 

 

Have you ever heard about the Fred Hollows Fondation?

Freitag, 22.05.2015

Ich hatte also in wenigen Stunden ploetzlich einen door to door Job, der einen super ersten Eindruck auf mich machte und auch die Leute sehr sympathisch wirkten.Letzteres wurde bestaegtigt, als ich noch am selben Abend eine Einladung zum Abendessen von meinem neuen Chef Sean bekam.

Da sassen wir also in seiner superschicken Wohnung- er, seine Freundin, eine andere deutsche Backpackerin und ich- und hatten einen Teller mit nem super Bollen Fleisch vor uns. So gut hatte ich schon sehr sehr lange nicht mehr gegessen!

Es war ein super Abend und Sean hat uns sogar angeboten, in das Gaestezimmer einzuziehen, sodass wir nicht mehr im Hostel gammeln muessen.

Ich hatte natuerlich mega gute Laune. Ich hab nicht nur mega schnell nen Job gefunden, sondern habe nette Leute kennengelernt.

 

Der erste Tag.

Ich bekam gleichmal ein Fred Hollows T-Shirt in die Hand gedrueckt und hatte dann erstmal Unterricht. Brooke (Freundin von Sean) ballerte uns zu mit allen Informationen ueber die Organisation und dann ging's los. Bewaffnet mit Ipad, einem Leitfaden, einer Googlemap und einer Tabelle wurden wir zu unserem "Field" gefahren. Da ich nur eine Woche arbeitete, wollte Brooke sich erst um mich kuemmern und mit mir von Tuer zu Tuer gehen- da war ich echt erleichtert. In meinem Kopf brummte es, ich konnte keine Information mehr zuordnen, konnte meinen Text nicht und ich war mega aufgeregt. Was ist, wenn die gar nicht verstehen was ich von denen will? Was ist, wenn ich nicht verstehe was die von mir wollen? Was ist wenn ich den Text verkacke? Fragen ueber Fragen. Zu meinem Glueck hatte die andere Anfaengerin noch mehr Schiss und die brach sogar in Traenen aus (suuper)- sie war uebrigens eine 30 jaehrige Australierin.

Letzten Endes ging ich alleine los- und Brooke mit dieser Trantuete. Ich war mega aufgeregt. Stell dir vor, du musst gleich auf die Buehne. Millionen von Leute warten auf dich und darauf, dass du Klavier spielst. Du kannst aber nicht Klavier spielen.

Alles was ich tun musste, war an die Haustuer zu klopfen. Und schon das irritierte mich. Wo ist denn bitte die Klingel? Ich dachte, der door to door Job heisst nur so. Neiiiiin. In Australien wurde die Klingel wohl noch nicht erfunden (ueberragend!).

Ich war gottfroh, als die ersten paar Klopfversuche nicht beantwortet wurden und das nahm mir auch irgendwie n bissl meine Nervositaet.

Meine "erste Tuer":

Ein mega sympathischer lustiger Anfang 30 Jahre alter Aborigine, der mir total geduldig zuhoerte und sich sogar noch zum Spenden ueberreden liess! Ha! Ja und dann erklaerte er mir, dass er keine Bankdaten bei sich hat und sein Geldbeutel im Auto liegt. Ueberragend. Er holte seine Schwester an die Tuer, die ihre Kreditkartendetails angeben sollte- aber die war einfach nur scheisse und nicht mal Brooke (die in der zwischenzeit dazugestossen ist) konnte mehr helfen.

Ob der nette Kerl nur gute Ausreden erfunden hatte weiss ich nicht, und dass ich keine Sale gemacht habe ist im Prinzip auch egal. Aber er war das beste was mir passieren konnte, denn er hat mir die Angst genommen und mir gezeigt, dass dieser Job echt Spass machen kann. Und so zog ich mit meiner ersten und guten Erfahrung weiter, um 79 anderen Leuten auf den Sack zu gehen.

Was mir an dem Job gefallen hat:

- 4 h englisch reden

- man lernt, mit Absagen umzugehen. Im Prinzip kriegt man 100-150 Mal nen Korb pro Tag. Wenn du des dann nicht persoenlich nimmst und noch lachend von der Arbeit heimkommst, dann is gut.

- die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen

Manche (okay, viele) haben so getan, als koennten sie mein Klopfen nicht hoeren oder als waeren sie beschaeftigt. Was relativ bloed ist, weil die meisten ihre Haustuere offen haben und ich reinseh. Dh. wenn die Dame grad TV schaut, ich klopfe und sie an die Haustuer kommt mit m Handy an der Tuer und der Ausrede, dass sie gerade in einem wichtigen Telefonat von der Arbeit steckt, dann ist das einfach nur bescheuert.

Manche haben mich gar nicht erst zu Wort kommen lassen, mir die Tuer vor der Nase zu gemacht oder sind erst gar nicht aufgestanden und zur Tuer gekommen, sondern haben von ihrem Sessel aus gebruellt, dass ich einfach gehen soll.

Manche haben mich gefragt, ob ich was trinken will, ob ich reinkommen und mich setzen will und mit denen hatte ich auch n super Gespraech (nicht nur ueber Fred Hollows).

Einer war total bekifft und hat tausend Mal nachgefragt, wer ich eigentlich bin und was er jetzt genau machen soll. Ich habs dann irgendwann mal aufgegeben und bin gegangen.

Einer hat mich als scheiss Aborigine beschimpft (sorry, dass ich so ne dunkle Hautfarbe hab!) und dass ich mich verpissen soll. Aber nein, Australier sind nicht rassistisch...!

Eine hatte Angst vor nem Gecko und ich bin dann durchs Haus gerannt und habe geholfen, des winzige Ding einzufangen. Im Gegenzug fuer meine Heldentat bekam ich sogar ein SALE. Yeeees!

 

Was mir an dem Job nicht gefallen hat:

- ich habe mich unwohl gefuehlt, wenn ich bei fremden Leuten aufs Grundstueck gehen musste. Ganz viele haben naemlich n Gartenzaun und da fuehle ich mich wie ein Eindringling, wenn ich mich da selber einlade, Gartentuer oeffne und auf die Terasse stolziere.

- ich habe mich unwohl gefuehlt, wenn ich die Leute gestoert habe. Meistens sind die Leute grad von der Arbeit heimgekommen, waren froh, den Tag ueberstanden zu haben und sassen dann mit ihren Familien am Esstisch zum Abendessen. Das konnte ich durch die Fliegenschutzhaustuer ja sehen. Und ich habe es gehasst, den einzigen gemeinsamen und oder ruhigen Teil des Tages der Menschen zu ruinieren.

- Hunde. In Australien hat so ziemlich jeder n Hund. Dann kommt es natuerlich auf das Wohngebiet drauf an. In gepflegten Vororten hat jedes Haus viel Platz und der Garten geht nach hinten und ist extra eingezaeunt, dh. der Weg von der Strasse bis zur Haustuer ist fuer jeden zugaenglich und hundefrei. Aber der Hund ist natuerlich gerastet und hat gebellt. Dh. ich lief nur die Strasse entlang und jeder scheiss Hund hat gebellt, bis ich endlich ne neue Strasse anfangen konnte- und da ging natuerlich der gleiche Scheiss wieder von vorne los. Noch schlimmer wars in den etwas schmuddeligeren Vororten, denn da haben die Leute ihr ganzes Grundstueck eingezaeunt und man muss den Eingang erstmal finden und im Grundstueck dann erstmal die Haustuer. Wenn man also grad auf dem chaotischen Grundstueck rumschleicht und immer noch die Haustuer sucht und die dann auch noch n Hund haben- Prost Mahlzeit. Deshalb habe ich vor dem Betreten immer ordentlich am Zaun randaliert, sodass die provozierten Hunde dann herkommen und oder bellen, sodass ich das Haus einfach auslassen kann. Nur 2 mal waren die Hunde entweder schwerhoerig oder zu faul, denn ich stand natuerlich mitten drin. Beim ersten Mal klopfte ich schon an der Haustuere und auf einmal kam ein Schaeferhund und ein anderer grosser Hund bellend auf mich zu gerannt. Ich hab gedacht: des ist mein Ende, des wars jetzt. Gluecklicherweise hat mich der Schaeferhund nur knurrend angeknabbernd als Warnung und Brooke hat mich gerettet, in dem sie von aussen an dem Zaun geruettelt hat. In dem Moment als beide Hunde auf sie zu rannten, bin ich zum Tor gerast (so schnell war ich glaub noch nie). Ich war gottfroh, dass ich mit ein paar Kratzern und einem riesen Schrecken davongekommen bin. Beim zweiten Mal war ich alleine. Nachdem ich keine Antwort auf meine Briefkasten-Zaun-Schlagzeugkunst bekommen hatte und ich grad das Gartentor von innen schloss rannte ein kleiner pissiger bellender Hund auf mich zu und ich rannte um mein Leben und sprang ueber den Zaun. Jaja, der Job ist schon lebensgefaehrlich.

- ich halte selbst nix von dem Job und wuerde ich selber vor meiner Tuere stehen, wuerde ich auch nicht spenden. Denn die Leute sollen statt rumfahrendem Kleingeld gleich mal ihre Kreditkartendetails hergeben. Das hat schon alles seinen Sinn und Zweck, aber ich wuerd des auch nicht so einfach hergeben.

Des war auf jeden Fall trotzdem ne tolle Erfahrung und ich habe in 8 Tagen 8 SALES gemacht (mit ein bisschen Unterstuetzung). Ist jetzt nicht gerade gut aber immer noch besser wie nix.

Nach 231 Tagen: Der erste Kontakt mit Aborigines

Mittwoch, 22.04.2015

Joe (mein Roommate) holte mich um kurz nach 10 ab und ich fuhr mit ihm zum Strand, wo ein Teil der Schule versammelt war. Er stellte mich 2 Aborigines vor (iwas mit Katherine und Jasmin) und mit ihnen verbrachte ich die ersten 2 Stunden. Die eine war sowas wie ne Lehrerin, die andere noch Schuelerin in der 13. Klasse- beide von einer Insel oberhalb von Cairns. Erst redeten wir ueber die Schule. Die Klassen sind noch extra unterteilt in Sprachkenntnissen, denn manche Jugendliche koennen bis zu 4 oder 5 verschiedene (Aborigine-) sprachen, nur eben kein englisch. Deshalb gibt es zbsp allein schon 4 10er Klassen, Jungs und Maedchen getrennt und dann noch extra in "gutes Englisch" und "schlechtes Englisch". Weil es soviele verschiedene Aboriginestaemme gibt in ganz Australien verteilt, gibt es neben den verschiedenen Sprachen auch verschiedene Braeuche und Taenze und einmal in der Woche wird das Thema Kultur in der Schule behandelt, wo jeder etwas von seiner Kultur erzaehlt. Also DA waere ich echt gerne mal dabei gewesen. Ansonsten sind die Kinder und Jugendliche sehr sportbegeistert, es gibt keinen einzigen auf der gesamten Schule, der nicht Cricket o.ae. spielt und es gibt deswegen auch viele Schulvereine. Die 13. Klasse ist nicht Pflicht, sondern fuer alle, die nach dem Schulabschluss Hilfe fuer Bewerbungen, Vorstellungsgespraeche etc. brauchen und die werden dort von den Lehrern unterstuetzt und weiter aufs Leben vorbereitet, halt ohne Unterricht und Benotung.
Die Lehrerin ist eine ehemalige Schuelerin, die von Joe quasi unterstuetzt wurde. Sie ist 20 Jahre alt und hat ein Baby, kein Kontakt mehr zum Vater. Joe hat ihr den Platz in der Schule verschafft und so hat sie die Moeglichkeit, Geld zu verdienen und auch ein Vorbild fuer die anderen Schueler zu sein. Haette sie Joes Hilfe nicht angenommen, wuerde sie jetzt trotz ehemaligem Schulbesuch irgendwo in der Gosse sitzen und trinken, denn soweit ich es verstanden habe, hat sie den Schulabschluss nur sehr schlecht gemacht und keinerlei Arbeitserfahrungen (laut Joe auch nicht die Motivation oder Einstellung, selbst irgendwo nach einer Ausbildung zu schauen). Auf mich hat sie einen sehr netten Eindruck gemacht, war sehr offen und ich habe mich mit ihr auch ueber andere Dinge unterhalten, Fuehrerschein, feiern gehen,.. und auch das andere Maedchen war sehr nett. Wir haben insgesamt ueber 2 Stunden insgesamt ueber die Schule, Australien, Deutschland etc. gesprochen und der einzige Unterschied lag in unserer Hautfarbe und dass ihr englisch besser war als meins.

Anschliessend habe ich mit einigen Aboriginekinder (die waren vielleicht 11/12) und ein paar Lehrern Cricket gespielt- zum ersten Mal in meinem Leben. Bzw. ich habe es versucht, ich verstehe das Spiel jetzt noch nicht ganz. Ein paar Mal hatte ich sogar den Schlaeger in der Hand, aber der ist viel zu schmal, um den Ball zu treffen... mit anderen Worten: ich habe mich blamiert :D Aber es war eigentlich relativ witzig.

Die letzten 2 Stunden habe ich mit n paar gap- Leuten verbracht, die fuer ein halbes Jahr an der Schule ehrenamtlich arbeiten (2 Kanadierinnen, 1 Deutsche) und 2 Aborginemaedchen aus Townsville, die mehr uebers reisen wissen wollten. Und so sassen wir da, tauschten uns aus ueber die Schule, uebers Reisen etc. Die beiden Aborigines kamen aus Townsville und waren noch nie ausserhalb von Queensland, dh. laut Joe: die wissen nicht, wie der Rest der Welt aussieht bzw. wie man den entdecken kann, und dafuer brauchen sie quasi uns, wir fungieren als eine Art Vorbild um sie zu ermutigen, ihr Zeug zu packen... Die eine will in die USA und wusste nicht mal, wie sie da am besten hinkommt (ein Flugticket zu kaufen ist ihr gar nicht erst eingefallen, aber klar- woher soll sie's denn auch wissen). Man hat jetzt vielleicht als Leser eine ganz komische Vorstellung von ihr, aber sie ist nicht bloed oder so. Sie sass da, hat total offen ihre Fragen gestellt und war fasziniert von den Antworten von uns. Vergliechen mit einem Kind. Ein Kind fragt auch viel, aber ist dennoch nicht bloed- sondern ist nur dabei, alles erst noch zu entdecken und herauszufinden.

 

Ich finde die Schule leistet eine grossartige Arbeit, auch wenn es sehr stressige Tage gibt, an denen die Schueler aneinandergeraten (wegen verschiedener Kulturen, weil sie schnell agressiv werden, ...) oder einfach wieder die Perspektive und Motivation verlieren und bockig werden, verweigern zu lernen, verweigern zur Schule zu gehen etc. Aber dennoch reichen schon allein die 4 Aborigines, die ich heute kennenlern durfte, als Beweis, dass die Schule vielleicht nicht allen Schuelern helfen kann, aber dennoch vielen die Augen geoeffnet werden und sie was aus sich machen.

Die Kannadierinnen und die Deutsche haben in dem halben Jahr ganz viel Kontakt mit den Aborigines und vor allem die Deutsche wird sich enorm verbessern im englisch sprechen und ich koennte mir vorstellen, soetwas auch irgendwann mal zu machen (kostet halt, wer haetts gedacht).

 

Der ANZAC Day

Ein grosses Mysterium fuer mich- aber der liebe Joe hat mich gottseidank aufgeklaert (ich dachte bisher, die Schilder waeren ein Hinweis auf ein Firmenfest...:'D). Gedenktag fuer alle Soldaten Australiens, die im ersten Weltkrieg bei der Schlacht gegen Neuseeland gefallen sind. Ist eigentlich ein Feiertag, faellt dieses Jahr aber eh auf einen Samstag. Trotzdem hat der Woolworth (Supermarkt) zu und Freitagabend schliessen alle Bars und Clubs um Mitternacht, einfach aus Respekt der Gefallenen.

Dank Joe werde ich am Freitag also nicht total perplex aus dem Club geworfen und stehe auch nicht am Samstag vor verschlossenen Tueren des Supermarkts und muss hungern.

 

Soviel Australien und Kultur hatte ich die ganzen letzten 8 Monate nicht- muss ich jetzt erstmal verarbeiten :'D 

 

 

Janislos

Mittwoch, 22.04.2015

Da der Westcoastmonat auch nicht ewig ging, verbrachten wir die letzten gemeinsamen Tage auf dem Campingplatz in Townsville und besuchten saemtliche Einkaufszentren und natuerlich den Campingplatzpool. Den letzten Tag haben wir damit verbracht, die Walburga n bissl aufzuraemen (ich musste eh meinen Backpack packen...) und gute 5 Muelltueten spaeter war sie kaum wiederzuerkennen- haben halt lauter Kruscht in der Gegend rumgefahren, da kam Zeug aus den unteren Faechern raus....!

Am letzten Abend wollten wir eigentlich weggehen, aber da sich uns keine anderen Backpacker anschliessen wollten (keine Antwort auf unseren fb post) und wir gute 2 km zu laufen hatten, blieben wir letztendlich beim Van.

Am 18.4. habe ich den letzten Teil meiner Reise angetreten. Nach 4 Monaten Jassi und 4 Monaten Janis bin ich nun mit mir selber unterwegs. Bin eigentlich eine ganz nette Person und komm auch gut mit mir klar. Geplant war, 4 Wochen in Townsville auf mein Praktikum zu warten und im Hostel fuer Accomodation zu arbeiten, da Plan A: Bowen Farmwork daran scheiterte, dass des Scheissgemuese (Sorry, aber isso!) noch nicht reif ist. Letztendlich habe ich fuer 6 muehvolle Bewerbungen grademal 1 Absage gekriegt, die anderen halten es nicht mal fuer noetig, mir zu antworten- werd langsam pissig.

Letztendlich haben sich die Plaene schon nach 4 Tagen komplett geanedert. Sollte eigentlich am 1.Mai mit Housekeeping im Hostel anfangen (inklusive 3 Tage Einarbeitung davor- was ja eigentlich schon ne Sauerei ist... ich putz doch nicht for free!) aber dann hat sich gluecklicherweise meine Pferdefarm von Noosa gemeldet- ich darf 3 Wochen schon frueher kommen! Man, wie ich mich freue.

Da des Hostel hier eher ein Durchgangshostel ist (wegen Magnetic Island), habe ich nie die gleichen Gespraechspartner wieder, sondern den ganzen Tag eigentlich nur Smalltalk. In meinem Zimmer war eine Nacht ein sehr netter (perfekt deutsch sprechender) Franzose, 2 Naechte eine (ziemlich schlecht sprechende) Franzosin und seit einigen Tagen ein (perfekt englisch sprechender) Australier. Hatte bisher Glueck mit nur netten Leuten im Zimmer zu sein (habe sogar ne Aircon!- ein Traum) und der Australier Joe hat mich heute sogar mit zu seiner Arbeit genommen. Er ist naemlich Lehrer an einer Schule fuer Aboriginekinder- und Jugendliche, um ihnen eine Perspektive zu geben und zu helfen, eine gscheite Zukunft aufzubauen. Das Thema Aborigines wird in Australien eigentlich eher totgeschwiegen bzw. es wird ohne weiters toleriert, dass die gruselig und rotzbesoffen in der Gegend rumlungern (siehe Blogeintraege Westcoast) bzw. es wird einfach nix dagegen unternommen (keine Hilfe etc). Da wollte ich die Chance unbedingt nutzen und seine Arbeit mit den Aborigines naeher kennenlernen (siehe extra Blogeintrag).

In facebook habe ich einen Post von einer deutschen Backpackerin gefunden, die einen sales job abzugeben hat- und ich hab mich aus Langeweile einfach bei ihr gemeldet. Heute in einer Woche sitze ich zwar schon im Bus nach Noosa, aber mir haben die 4 Tage Hostelrumgammeln schon gereicht und ich hab ja schon alles von Townsville gesehen... ich brauch ein Hobby! Diese harmlose facebooknachricht endete bei einem Vorstellungsgespraech- noch am selben Tag. Ich wurde von Sean (Chef und Australier) mit dem Auto abgeholt und hatte in seinem Buero (sogar mit Rezeption, Sekretaerin, Schulungsraeumen...) ein richtiges Vorstellungsgespraech- ganz anders als damals in dem Hotel mit dem Inder- nur dass ich dieses Mal die ganze Zeit  Sand am Knie hatte von dem Treffen mit den Aborigines hahaha (ist mir natuerlich erst aufgefallen, als ich wieder zurueck im Hostel war :'D). 

Ja... und ich habe jetzt einen Job. Morgen faengt meine Schulung an, es ist alles ganz serioes, er hat mehrere Mitarbeiter (hab heute schon 5 kennengelernt) und mehrere Bueros und Angestellte in Sydney, Darwin etc. Er hat sein Buero erweitert, ist erst seit 4 Monaten in dem Grossen und baut sich grad in Cairns auch eins auf- dh er ist relativ erfolgreich. Ich bin mal gespannt, wie das wird (door to door job wolllte ich ja eigentlich nach der Indererfahrung nicht mehr machen) und freue mich, endlich eine Beschaeftigung fuer mich gefunden zu haben!

Ich mach es nicht fuer Geld, ich mach es eigentlich nur, dass ich wirklich was zu tun habe und freue mich, Erfahrungen sammeln zu koennen. Habe mich mit der Sekretaerin unterhalten, die ist richtig nett und arbeitet schon seit ueber einem Jahr fuer ihn und generell macht des Team und Sean selbst auch einen sehr netten Eindruck. Kanns kaum erwarten, loszuegen...!

 

Litchfield- und Kakadunationalpark

Mittwoch, 22.04.2015

Mein Favorit: Der Litchfieldnationalpark

Unsere erste kleine Wanderung ging zu einem grossen Wasserfall ins Tal und weiter zu einem "Naturwhirlpool", denn wir konnten uns zwischen die Felsen ins Wasser setzten und des war wegen den Stroemungen dann recht witzig. Unser naechster Naturpool war nur durch eine laengere Wanderung erreichbar- es ging mal den Berg hoch, wieder runter, wieder hoch,... aber er war's trotzdem wert. Unser Favourite war trotzdem so zigtausend aneinandergereihte Naturpools, da sassen aber auch zigtausend andere Leute mit drin aber des war dann schon wieder recht witzig. Nur bei den Stroemungen musst ich n bissl auf mein Bikinioberteil aufpassen, denn des wollte sich hin und wieder verabschieden. Von allen 3 Nationalparks ist dieser mein Liebling, weil der einfach so schoene Plaetze hat, wo man sich ins Wasser reinlegen kann.

Der Kakadunationalpark war hingegen ein richtiger Reinfall, denn die meisten Strassen waren gesperrt oder konnten nur mit einem 4 wheel drive befahren werden- also nix fuer unsere Walburga. Wir sind quasi fast 500 km umsonst gefahren, da der Nationalpark eh nicht viel zu bieten hat- ausser arschteure Bootstouren mit Krokodilen... aber des ist nicht sonderlich originell, des hab ich ja schon in Cairns gemacht.

Zwischendurch haben wir an den Hotsprings in Catherine und Mataranka gehalten, des ist wie n Thermalbad mittlest drin im Regenwald- richtig schoen!

Lake Argyl- die groesste Badewanne der Welt

Mittwoch, 22.04.2015

Unser Campingplatz hatte einen Infinitypool mit Aussicht auf den See und drumrum lauter so Riesenfelsen und Klippen. Abends haben die Lichter im Pool die Farben gewechselt und ja- uns gefiel's da und haben eigentlich auch die meiste Zeit im Pool verbracht- der hatte naemlich ne ziemlich angenehme Temperatur. Richtig suess waren die ganzen australischen Familien, die mit ihren Kindern zusammen Ostern auf dem Campingplatz gefeiert haben (fast gar keine Backpacker- also wieder so ein Urlaubsfeeling!) und die Eltern haben die Schwimmkuenste ihrer Sproesslinge mit "Well done mate!" kommentiert- egal ob Sohnemann oder Toechterchen. Fuer mich hoert sich des voll witzig an... Meine Eltern nennen mich ja nicht Kumpel :'D

Einen Tag haben wir mit Kanu fahren verbracht, des war der groesste Spass ueberhaupt. Es war mal wieder eine Bollenhitze (ohne Fliegen gottseidank) und wir sind erstmal vom Campingplatz zur Bootanlagestelle gelaufen und haben dann mit unserem Kanu viele Pausen eingelegt, sind ins Wasser gesprungen und hingen einfach in unseren Rettungswesten drin- gibt nix entspannenderes. Die Seetemperatur lag bei ueber 30 Grad- des laesst sich sehr sehr sehr lange aushalten.
Haben dann noch Klippenspringen gemacht, des war auch relativ witzig- vom Wasser sieht's ja gar nicht so hoch aus... bis man dann oben steht und springen soll...! Als wir letztendlich zurueckrudern wollten, ist beim einsteigen leider des Kanu umgefallen (jaaa, haben wir alles auf Video!) und deshalb hatten wir den halben See im Kanu drin. Und genau da kam dann des Boot mit den tausend Urlaubern, die uns dabei zugesehen haben, wie wir des Kanu auf einen Felsen gezogen und umgedreht haben, dass wir des Wasser wieder rauskriegen. Peinlich.

Abends spielte so ein No name (und leider auch no talent) saenger n paar lieder auf seiner Gitarre (begleitet von seinem Gesang) in dem Biergarten des Campingplatzes und wir haben uns seit langem mal wieder da ein Abendessen gegoennt- n Bolla Floisch gabs. Den naechsten Abend haben wir auch auf so nem Urlauberboot verbacht, des war der Sunsetcruise und wir lagen mit unseren Schwimmnudeln im See, mit wahlweise Bier oder Wein in der Hand, und haben den Sonnenuntergang beobachtet.

Des war Ostern 2015.

Broome = Urlaub

Mittwoch, 22.04.2015

Abends kamen wir in Broome an auf einem Riiiiesencampingplatz mit ca 600 Sites. Der Rezeptionist war megawitzig, hab bei einem Check in noch nie so viel gelacht. Der Pool war ein Traum, da lagen wir den ganzen Tag und haben uns echt gefuehlt wie im Urlaub, v.a. weils keine Fliegen mehr gab!!! War noch nie so gluecklich. Die Naechte fand ich echt scheisse, bei 80% Luftfeuchtigkeit und 30 grad ohne einen Windstoss war ich die erste Nacht noch 3 mal duschen und morgens ging's vor dem Fruehstueck gleich in Pool- klar dass wir erstmal noch ne Nacht verlaengert haben.

Es ging zum Sunset kamelreiten. Des war sooo cool! Die gucken so unbeeindruckt und wir hatten eines der Juengsten, des gmeint hat es muss in jede Pfuetze stapfen. Ich hab jedes Mal dacht er wuerde stolpern und hab schon gsehn, wie wir kopfueber in den Scheissack des Kamels vor uns fallen. Ist gottseidank nichts passiert. Kamelreiten ist megawitzig und meeegaaalangsam. Die gurken da in aller Ruhe vor sich hin, im nassen Sand ist alles ganz normal, beim rest vom Strand fuehl ich mich wie besoffen. Die heissen nicht umsonst Wuestenschiffe. Des aufstehen und hinliegen ist megawitzig und geht dafuer auch relativ schnell. Haben uns dann aus langeweile noch einen reinlaufen lassen und wollten dann noch in die Strandbar, hatte witzigerweise um halb 12 schon zu. Am naechsten Abend starteten wir Versuch 2, wir liessen des Vorgluehen weg und gingen direkt zum Cocktailtrinken fuer fucking 18$. Da bliebs dann auch bei einem, wohl verstaendlich bei dem Preis.

Unsere Weiterreise verzoegerte sich dann um 5h, uns ist fast n Reifen geplatzt und der Kuehlerschlauch gleich mit. So verbarchten wir den ganzen Tag im klimatisierten Einkaufszentrum und des war gar nicht aergerlich, weil des haett alles viel schlimmer kommen koennen.

So wie die Nacht zum beispiel, denn es lauern ueberall Aboriginies, schon in Broome wars richtig gruselig. Die sind ausnahmslos alle dreckig, stinken, und starren einen an... ja da kriegt man angst. So macht des tanken kein spass, wenn die ueberlal rumlungern und wir haben dann natuerlich auch nicht iwo alleine geschlafen, sondern auf m rastplatz mit paar anderen Campern. Mitten inder Nacht wach ich auf, weil jemand die ganze Zeit an unseren Van klopft und Hallo schreit. Hatte noch nie soviel Panik und konnt dann ewig nicht mehr einschlafen, weil mein Fenster offen war und nur so n Fliegennetz mich von der Aussenwelt trennt. Sind die naechste Nacht dann erstmal aufn Campingplatz am Lake Argyl.

Karinji Nationalpark

Mittwoch, 22.04.2015

Abends angekommen stellen wir fest: Die Fliegen sind immer noch da. Um wenigstens zu "duschen", suchen wir einen Naturpool auf. Laufen, Laufen, laufen mit zig Mio Fliegen um uns rum, um dann festzustellen, dass wir genau zum falschen gelaufen sind. der liegt naemlich iwo ganz unten im tal, wo s kein Weg hingibt. Naja, is ja auch echt schwer mit ganzen 2 Pools auf der Karte...!

Nachdem wir den riesen Umweg hinter uns gebracht haben, kamen wir schliesslich doch noch am richtigen pool an. Aber man lernt ja nie aus seinen Fehlern, deswegen war ich wieder schoen mit Flipflops auf Wassersuche im Nationalpark. Habt ihr schonmal iwo gelesen? Ja.. ist mir auch schon 2 mal passiert. Und wieder stieg ich mit Flipflops so n Weg runter ins Tal, wie wenn ichs net besser wuesste - also wenn ich in Australien draufgeh, dann liegts echt nicht an den Tieren!

Auf den Warnschildern hiess es, der Pool waere arschkalt und man koennte ne Unterkuehlung kriegen. Naja, der Pool war fast waermer als des Meer und hab mich reingesetzt wie in ne Badewanne, obwohls schon fast dunkel war. Aber wird ja nciht kalt. Wenigstens waren die Fliegen nicht mit im Pool oder generell im Tal, deswegen haben wir da auch den ganzen naechsten Tag verbacht. Ein paar Meter weiter gibts nen zweiten Pool mit wasserfall, da sass ich gefuehlt stundenlan gdrunter. Fuers erste wars megaschoen, fuers 2. wars da nicht so heiss und man konnt s echt ne weile drunter aushalten. Die Nacht verbrachten wir auf einem Rastplatz mit zig Mio Kuehen drumrum. Hab mich gefuehlt wie im Allgaeu, und hab voll die Paranoia geschoben dass die mir meinen Bikini vom kuhfaenger wegessen, oder ihren Kopf durch des Fliegennetz strecken und mich ansabbern. Es war eine Bollenhitze und mit den ganzen Fliegen und wir wollten morgens erstmal baden gehen an dem Fluss, anscheinend sollte es da Krokodile geben, aber der Fluss war so dreckig, da haben wir uns dann gar nicht erst reingetraut.

Monkey Mia

Mittwoch, 22.04.2015

Jaja, das Delfinparadies schlechthin.

Und Fliegenparadies leider auch, denn dank des Cairns'er Cyclons hatten wir eine Fliegenplage wie im alten Aegypten- es war nicht mehr feierlich. 2 Tage mit Netz auf dem Kopf in der Bollenhitze auf dem Campingplatz. Man wollte nicht ins Meer, man wollte nicht in Pool, man wollte eigentlich nur Amoklaufen.

Morgens ums 7 gabs dann Delfinfuetterung, die war eigentlich ganz schoen aber mit den Fliegen war s einfach scheisse. Ausserdem musste ich noch fast um mein Muesli kaempfen, da eine Emumutter mit ihren 3 flauschigen Kindern es auf meine Packung abgesehen hatte. Ich hab aber gewonnen. Ich war glaub noch nie so froh, nach den 2 Tagen weiterzufahren, so traurig wie s ist.

Wir machten Stopp bei einer Art "Sea life", nur in cooler. Es gab eine Fuehrung und eine Haifuetterung, alles in kleinen Gruppen. Des war richtig beeindruckend, ich weiss jetzt was ich mach wenn ich in nen Steinfisch reinlauf (was bei meinem Talent durchaus passieren kann...) und wir haben eine richtig niedliche Schildkroete gesehen, die wegen ihrer Verletzung erstmal in dem aquarium aufgenommen ist. die haifuetterung war natuerlich des spannenste, es war ein riesiges Aussenbecken, eigentlich mehr ne Art See von der Groesse her mit riesenhaien, die wie im Film die Nummer mit der Rueckenflosse aus dem Wasser strecken abgezogen haben. Obwohl ich ja den Vergleich von Delfin und Hai nur wenige Stunden hatte, koennte ich niemals im Meer erkennen, ob ich gleich klaeglich sterben werde oder ich von nem Delfin besucht werde- 50/50 chance immerhin.

Unser naechster Stopp war am Shellbeach- da gab s zig Mio Muscheln (logischerweise) und leider auch genauso viel Fliegen. Amuesiert hat mich da leider nur des Infoschild: Stellen Sie vor, Sie wuerden den ganzen Tag mit zig Mio anderen in einer sehr salzigen Suppe verbringen- und genau das machen die Muscheln hier. Humor haben se wohl doch, die Australier :'D

Wenn surfen im Meer schon nicht klappt, dann eben im Sand!

Mittwoch, 22.04.2015

Auf der Weiterfahrt hatte ich viel spass mit den kleinen missratenen Palmen auf der Strecke, die sehen naemlich aus wie explodiert. Wuerd ich sofort mit heimnehmen. Geschlafen haben wir in den Sandduenen, eigentlich auch ein recht witziger Schlafplatz.

Am naechsten Morgen ging's mit halb China zum Sandsurfen (unfreiwilligerweise). Ich sag s mal so. Sandsurfen ist vergleichbar mit ziiiiemlich langsamen Rodeln, nur dass man UEBERALL Sand hat. UEBERALL. Auch nach dem duschen. Ich haette als Sandfrau auf KIKA auftreten koennen.

Also war ne ganz nette Erfahrung, aber in Zeitlupe den Sandhuegel runterzurutschen gibt jetzt nicht grad n Adrenalinkick. Ich hatte mir des anders vorgestellt, dass man auf des Ding draufstehen kann etc. Aber so war des relativ frustrierend und es war auch mega anstrengend, mit Sandkasten im Auge den ganzen Huegel wieder hochzustiefeln.

War ne ganz nette Erfahrung, aber da ist gscheites Surfen doch viel aufregender und lustiger (und gefaehrlicher, ohne Haie macht des ganze doch gar keinen Spass?!)

 

Wer bei meiner Rueckkehr Interesse an austral'schem Sand hat von der Westcoast darf sich gern bei mir melden. Des Zeug ist einfach ueberall. 10$ pro kilo, Freundschaftspreis 9,99$ pro Kilo. Eine einmalige Gelgenheit!

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.